Zu Starnberg und seinem See

 

Starnberg und sein See sind weit über die Grenzen Bayerns, ja Deutschlands hinaus bekannt – als Naherholungsgebiet, um nicht zu sagen »Badewanne« der Münchner, aber auch seiner facettenreichen Geschichte wegen. Von römischen Relikten und den barocken Prunkfesten der Wittelsbacher spannt sich der Bogen über das Sisi-Schloss in Possenhofen bis hin zu der Künstlerklause Herbert Achternbuschs und dem Buchheim Museum.

 

Der See und seine Umgebung inspirierten und inspirieren Maler, Literaten und andere Künstler, hier tummelten sich Könige und Fürsten. Darüber hinaus gibt es aber nach wie vor Orte der Stille, und Naturschutzgebiete – darunter ein wichtiges europäisches Vogelschutzgebiet – sowie das beschauliche Würmtal haben ebenso ihre Daseinsberechtigung wie zahlreiche Badestrände und Yachthäfen.

 

 

 

Einige Daten und Fakten zu Starnberg und »seinem« See:

 

 

Kurze Geschichte der Stadt Starnberg

 

um 800 Kirche St. Benedikt (neben dem heutigen Museum Starnberger See)
12. Jh. Burg der Grafen von Andechs-Meranien
1226 Erste urkundliche Erwähnung von »Starnbgergk« (Umgebung des heutigen Tutzinger-Hof-Platzes)
1242 Erste urkundliche Erwähnung von »Auchham« (Umgebung des heutigen Museums Starnberger See)
1244 Erste Nennung der Starnberger Burg (»Starnberch castrum«)
1246 Eroberung der Burg durch die Wittelsbacher Herzöge
ab ca. 1450 Umbau zu einem Schloss für Jagd- und Sommeraufenthalte
ab ca. 1490 Aufbau eines Schiffparks unter Albrecht IV.
1565 Bau eines Sommerschlosses
1663–1758 Kurfürstliches Prunkschiff »Bucentaur« auf dem See
1764–1766 Bau der Pfarrkirche St. Josef mit Ignaz-Günther-Hochaltar (an der Stelle des Sommerschlosses)
1803 Posthalterei
1803 Schloss wird Rentamt (Finanzamt)
1812 Erstes Schulgebäude neben St. Josef
1851 Erstes Dampfschiff »Maximilian«
1854 Eisenbahnlinie München-Starnberg wird eröffnet
1862 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1875 Erste evangelische Kirche
1875 Lokalzeitung »Land- und Seebote« erscheint
1890 Kanalisation des Ortes beginnt
1897 Elektrizitätswerk (elektrische Straßenbeleuchtung)
1905 Eröffnung des Undosa-Wellenbades (erstes Wellenbad Deutschlands)
1912 Stadterhebung: »Allerhöchst genehmigte Einreihung der Landgemeinde Starnberg in die Klasse der Städte mit städtischer Verfassung«
1914 Eröffnung des Heimatmuseums
1932/33 Bau der neuen Pfarrkirche St. Maria
1977 Städtepartnerschaft mit der französischen Stadt Dinard
1978 Gemeindegebietsreform (mit Eingemeindung sechs zuvor selbständiger Gemeinden)
1995 Eröffnung der Schlossberghalle
2008 Eröffnung »Museum Starnberger See«

 

 

Kulturspaziergang


Im Jahr 2005 gründete das Kulturamt der Stadt Starnberg den sogenannten Kulturspaziergang, der auf die wichtigsten Sehenswürdigkeiten hinweist, die als Zeugen der fast 800-jährigen Geschichte Starnbergs erhalten sind. Der Weg, der rund 20 mit Infotafeln ausgestattete Stationen beinhaltet, beginnt am Bahnhof (See), dessen Fertigstellung den Starnbergern einst den ersten Touristenboom bescherte. Entdecken Sie auf Schusters Rappen oder per Rad die vielseitige Geschichte unserer Stadt!
In schriftlicher Form, handlich zum In-die-Tasche-Stecken, ist der Kulturspaziergang durch Starnberg, mit Plan für einen Rundgang, über unseren Online-Shop oder im Buchhandel für 7,95 € erhältlich.

 

 

Der Starnberger See


Länge: 19,9 km
Größte Breite: 4,7 km
Größte Tiefe: 127 m (vor Allmannshausen)
Inhalt: 3,1 Milliarden Kubikmeter Wasser
Wassererneuerungszeit: 21 Jahre
Uferlänge: 49,2 km

 


Die Starnberger Ortsteile (Stand 31.12.2007):


Hadorf (349 Einwohner)
Hanfeld (243 Einwohner)
Percha (1814 Einwohner)
Perchting (857 Einwohner)
Landstetten (152 Einwohner)
Leutstetten (466 Einwohner)
Söcking (5735 Einwohner)
Starnberg (13.682 Einwohner)
Wangen (834 Einwohner)

 



 




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